Tennishallenpltze im TC Am Volkswald jetzt einfach online buchen!

21 Jahre „Wandern im Herbst“

Seit 2003 bietet Meinhard Brummack im Tennisclub Am Volkswald jährlich eine Herbst-Wanderung an. „Auf den Spuren Werdener Tuchmacher“ lautete das Thema der knapp neun Kilometer langen Rundtour. Artikel der Werdener Nachrichten und das Buch „Werdener Tuchmacher“ von Willy Fleischer aus dem Jahr 2001 gaben als Quellen den Anstoß.

Samstag, den 21. Oktober 2023, 11.15 Uhr, starteten Anja und Wolfgang, Hannelore und Klaus, Hildegard und Fred, Christel, Gudrun, Karin, Karla, Marion, Natalia, Sabine, Susanne, Erik, Ludger mit Kamera, Manfred, Mike, Uli und Meinhard von der Clubhausterrasse des TC Am Volkswald. Pünktlich stellte das Wetter auf Sonne und angenehme Temperatur um. Meinhard hatte die Wandernden auf die Zeitreise vorbereitet und informierte unterwegs an bestimmten Haltepunkten kurz über Details, unterlegt mit Fotos aus den Quellen. Ausführlicher war für Alle der nun folgende Bericht in Papierform zur anschließenden Mitnahme.

Wir blicken 220 Jahre zurück und sind im Jahr 1803. Die Preußen hatten schon ein Jahr vorher von der Abtei Besitz ergriffen, obwohl die offizielle Aufhebung des Benediktinerklosters von 800 erst am 3. Juni 1803 erfolgte. In Werden gab es noch das Kastell, Mauern und Stadttore, aber keine Brücke. Eine Fähre führte über die Ruhr, auf ihr und durch den Schleusenkanal (Heyerstrang) brachten die Aaken Kohle Richtung Rhein. Die Mobilität beschränkte sich auf Pferd und Kutsche. Auto, Bus und Bahn kannte man noch nicht. Der Mangel an heute selbstverständlichen Dingen ließe sich beliebig fortführen.

Tuchherstellung war in Werden weit verbreitet, aber noch Heimarbeit. Das Weberhaus in der Grafenstraße 59 aus dem Jahr 1756 zeugt davon noch heute. In dieser Zeit wagten drei Männer unterschiedlichen Alters die Gründung einer Tuchfabrik. Der preußische Staat suchte Pächter für Gebäude aufgelöster Klöster. Diese Chance nutzten die Tuchweber Johann Forstmann, der 14 Jahre jüngere Johann Friedrich Huffmann sowie der schon ältere Carl Dehmer und eröffneten am 1. Mai 1803 in der ehemaligen Meierei des Werdener Klosters ihre Firma Forstmann, Huffmann und Dehmer. Mit 120 Arbeitern und 6 Webstühlen begannen sie den Wandel vom Handwerk zur Tuchfabrikation. Schon bald wurden die Räumlichkeiten zu eng und man erweiterte um das klösterliche Wirtschaftsgebäude sowie einen Hofraum für Färberei und Trocknungsanlagen.

Die Zeit der französischen Besetzung ab 1806 war für die junge Firma mit Schwierigkeiten verbunden, die sich noch vergrößerten, als 1811 das Zuchthaus in den Abteigebäuden eingerichtet wurde und die Häftlinge Arbeiten wie Spinnen und Weben übernahmen. Besser wurde es erst ab 1815, als die Preußen wieder an der Macht waren.

Nach Carl Dehmers Tod nannte sich die Firma bis 1913 Forstmann und Huffmann. Beide Inhaber wohnten in Werden, Johann Forstmann mit seiner Frau Catharina Maria und 8 Kindern in einem Haus Kellerstraße, Ecke Klemensborn (damals noch Bornstraße). Als die Söhne Carl und Wilhelm heirateten, wurde es eng im Haus. Vater Johann ließ die Schwiegertöchter Luise und Amalie „Hälmchen ziehen“. Amalie zog das längere und durfte mit Wilhelm im ehemaligen Pflanzgarten des Klosters ein Haus bauen, das sie Porthof nannten. Carl mit Luise übernahmen das Elternhaus, die Eltern mit Carls Zwillingsschwester Caroline (Tante Lina) zogen in den westlichen Teil der als Wohnung mit Garten und Springbrunnen umgebauten Meierei. Hier wohnten sie bis zum Tod, Johann 1836, Catharina Maria 1856 und Tante Lina 1872. Als die sehr sparsame Tante Lina allein im Haus lebte, ließ sie ein Herz in den Fensterladen ihres Schlafzimmers sägen, um das Licht des benachbarten Zuchthauses zu nutzen.

Einen großen Aufschwung nahm die Firma 1834 nach Beseitigung der Zollschranken in den Staaten des Deutschen Zollvereins. Die Brüder Carl und Wilhelm Forstmann waren seit 1825 Teilhaber, Mitgründer Johann Friedrich Huffmann noch bis 1851. Er kümmerte sich von Beginn an um die Buchführung, seine Söhne Robert und Ernst stießen 1840 bzw. 1845 hinzu. Auf dem heutigen Platz Werdener Feintuchwerke war ein riesiger Komplex aus drei Flügeln entstanden, die Hauptfabrik. Der Porthof wurde Verwaltungsgebäude, Wilhelms Sohn nutzte den Namen weiter, als er die Tuchfabrik in Posen im heutigen Polen vertrat und sich dort ansiedelte. Die Firma expandierte in Werden und weltweit. War der Gründer Johann Forstmann noch mit dem Pferd über den zugefrorenen Belt nach Kopenhagen zu Geschäftspartnern geritten, ging es für die dritte Generation beider Familien mit dem Schiff nach Amerika. Julius Forstmann und Ernst Huffmann eröffneten Mitte der 1850er Jahre im Bundesstaat New York eine Firmenfiliale. Auch in anderen Ländern unterhielt man Zweigstellen, um die edlen Tuche aus der Wolle des Merinoschafes zu vermarkten.

In Werden entstanden zusätzlich zum Hauptwerk noch zwei weitere Standorte, Ruhrfabrik direkt am Heyerstrang und Spinnerei in der Lindenbeckstraße, heute Huffmannstraße. In der Ruhrfabrik wurde die Schafswolle angeliefert, gewaschen und gefärbt. Hier wie in der Spinnerei waren mehrere Arbeitsgänge erforderlich, um die dann halbfertigen Produkte den Websälen im Hauptwerk zuzuführen. Kettenschärerei, Trockenkammer, Nopperei, Stopferei, Walkerei und Rauherei waren auch dort noch zu durchlaufen, um nach Endkontrolle als feinstes Tuch in alle Welt verkauft zu werden. Stoffe der Fa. Forstmann und Huffmann waren von anerkannter Qualität und sehr begehrt.

Von 1811 bis 1928 existierte das Werdener Zuchthaus in den Räumen der ehemaligen Abtei. Anfängliche Schwierigkeiten wechselten alsbald in Kooperation. 800 bis 1000 Gefangene und das Personal lieferten eine wichtige Flüssigkeit, die man für die Reinigung der Wolle und den Färbeprozess benötigte: Urin. So baute man eine Leitung vom Zuchthaus zur Ruhrfabrik, die sogenannte „Pipiline“. Nahe des heutigen Kastellplatzes gab es eine Bedürfnisanstalt. Ein Mitarbeiter der Ruhrfabrik kontrollierte den Füllstand des Urinbehälters mehrmals in der Woche mit einem Hammer. Hin nahm er den Leinpfad, zurück nicht selten den Weg durch die Stadt, vorbei an mehreren Kneipen. Er war bekannt und beliebt, wurde gerne zu Bier und Schnaps eingeladen. Kam er dann zurück und meldete „Voll“ oder „Halbvoll“, war nicht immer klar, ob er den Urinbehälter oder sich selbst meinte. Seinen Job behielt er trotzdem.

Die Tuchfabrik benötigte sehr viel Wasser. Die kleinen Bäche füllten zwar drei Teiche am Hauptwerk, konnten aber den Bedarf nicht decken. 1881 legte man den Schleusenkanal kurzzeitig trocken, um eine Pumpstation mit Wasserleitung zur Ruhrfabrik und zum Hauptwerk zu bauen. Das war in Höhe der kleinen Treppe, die vom Heyerstrang zur heutigen Joseph-Breuer-Straße führt. Rechts von dieser Treppe stand die Ruhrfabrik, links davon damals noch eines von mehreren Wohnhäusern der Familie Huffmann, zwei weitere am Heyerstrang Richtung Schleuse, mit Zugang von der Heckstraße. Diese beiden sind noch heute bewohnt. Mit dem Baldeneysee sank der Wasserspiegel und so erhielt man die Genehmigung, 1936/37 eine Leitung mit Saugvorrichtung unter der Brehminsel zur Ruhr zu errichten und die Spinnerei anzuschließen, schon in Verantwortung der Werdener Feintuchwerke. Diese Saugvorrichtung wurde erst im Jahre 2000 geschlossen, weit nach Ende der Tuchfabrikation in Werden.

Die Familien Forstmann und Huffmann führten die Tuchfabrik über mehrere Generationen, von 1913 bis 1925 als Aktiengesellschaft. Bis zu sechs Teilhaber aus beiden Familien gab es gleichzeitig. Hatten die Söhne von Carl Forstmann mit Ernst Huffmann noch das Amerikageschäft auf den Weg gebracht, war es vor allem Wilhelm Forstmanns Enkel Julius, der 1904 die Firma Forstmann & Huffmann Co. in Passaic, 30 Kilometer westlich von New York, gründete und damit unter Umgehung der Einfuhrzölle den Umsatz in USA forcierte. So wie das Geschäft in USA florierte, ging es in Werden zurück. Der 1. Weltkrieg war nur einer der Gründe. Den Weltmarkt eroberten Billigprodukte und Merino-Schafswolle war kaum noch zu erhalten oder bezahlbar. So entschied die Geschäftsleitung, das Werdener Werk in andere Hände zu geben. 1925 übernahm die Augsburger Kammgarnspinnerei die Tuchfabrik und nannte sie auf Wunsch des Julius Forstmann fortan Werdener Feintuchwerke AG. Julius vermied damit auf dem Weltmarkt eine namensgleiche Konkurrenz, sicherte sich aber Anteile an den Feintuchwerken. Seine Firma in den USA wechselte 1931 den Namen in Forstmann Woolens Co. Die Söhne Curt und nach dessen Tod Julius Georg führten den Betrieb noch bis 1957.

In Werden modernisierte die Augsburger Kammgarnspinnerei das Gesamtwerk von Grund auf und gelangte damit wieder in die Erfolgsspur, bis 1939 der 2. Weltkrieg begann. Billige Zellwolle ersetzte die wertvolle Schafswolle und die Firma arbeitete bis 1945 nur noch für den Krieg. Mit der Währungsreform vom 20. Juni 1948 begann auch hier das Wirtschaftswunder. 1951 hatten die Werdener Feintuchwerke 1128 Beschäftigte. Man investierte sehr viel Geld in neue Maschinen und Bauten, hatte sogar den Plan, die gesamte Produktion an die Huffmannstraße zu verlagern, wo die Spinnerei mit dem markanten Sheddach stand. Es blieb bei den Plänen, denn der rasante Verfall der Tuchpreise auf dem Weltmarkt durch Billigproduzenten Anfang der 1960er Jahre zwang den Vorstand zu radikalen Umstellungen. Eine reine Lohnfertigung scheiterte aber ebenso wie Fusionsversuche mit anderen Unternehmen. 1963 wurde die Produktion eingestellt, die textile Lohnfertigung endete mit Ablauf des Monats Februar 1964. Es betraf 120 Mitarbeitende, eine Zahl wie bei der Gründung 1803. Von den Gründerfamilien hatten noch Alfred Huffmann als Direktor bis 1938 und sein Sohn Harald Huffmann als Betriebsleiter von 1945 bis zum Schluss hier gearbeitet. Harald war auch als sehr sportlicher Treppenläufer in der Firma bekannt. Kein Wunder, hatte er doch mit der Hockeymannschaft als deren Spielführer bei den olympischen Spielen 1936 in Berlin die Silbermedaille gewonnen.

Die Familien Forstmann und Huffmann, von Beginn an auch durch Heirat sehr eng verbunden, sind heute noch deshalb so präsent, weil sie durch ihre soziale Einstellung und Spenden sehr viel für ihre Beschäftigten und Werden geleistet haben. Die Verantwortlichen der Werdener Feintuchwerke folgten diesem Beispiel. Ohne deren Engagement wären z.B. Königsbrücke mit den Standbildern der drei Reichsgründer, Kriegerdenkmal mit Engel, evangelisches Krankenhaus, evangelische Kirche, Rathaus, Gasanstalt, Wasserwerk, Werdener Gymnasium, Flussbadeanstalt, Sparkasse Werden, Porthofplatz oder Freiwillige Feuerwehr so nicht entstanden.

Für ihre Belegschaft gab es früh die 10-Stunden-Arbeitszeit, damals eine heute unvorstellbare Verbesserung. In einer Konsumanstalt konnte verbilligt eingekauft werden. Eine Dörranlage für Obst und Gemüse bot auch Rübenkraut an, daher „Krautfabrik“ genannt. Für Notfälle standen Zinserträge aus einer Stiftung zur Verfügung oder es half eine Pensionskasse. Größte Errungenschaft war 1898 bis 1953 sicherlich der Bau von 250 Wohnungen für 900 Beschäftigte am Tuchmachersteig, damals Wilhelm- und Johannesstraße. Es war in all den Jahren stets eine Win-win-Situation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmerschaft, die es mit Treue in vielen Kriegs- und Krisenjahren dankte.

Kommerzienrat ist ein Ehrentitel, der bis 1919 an Persönlichkeiten der Wirtschaft verliehen wurde. Diese Ehrung erfolgte erst nach erheblichen „Stiftungen für das Gemeinwohl“. Königlicher Kommerzienrat waren Carl Forstmann und sein Neffe Heinrich Forstmann, Kommerzienrat Robert Huffmann, sein Bruder Ernst und Roberts Sohn Albert Huffmann. Die Werdener Ehrenbürgerschaft erhielten Carl Forstmann jun., sein Bruder Julius sowie Heinrichs Sohn Julius Forstmann.

Es gab in Werden weitere Tuchfabriken, allerdings nicht so erfolgreich und auch von kürzerer Dauer. 1816 gründeten Johann Matthias Josef und Johann Ludwig Bernhard Josef Wiese, später verheiratet mit Jakobine Forstmann, auf dem Gelände des günstig erworbenen Kastells die Firma Gebrüder Wiese. Sie war die einzige unter den Werdener Tuchfabriken in katholischer Hand. Die Familie hatte eine Vorliebe für mittelalterliche Gebäude. Sie wohnte lange Jahre im Haus Heck und später in der Villa Wiese, die einer Burg nachempfunden ist und noch heute steht. In Nachfolge der Gründer führte Matthias Wiese mit seinen Brüdern die Tuchfabrik weiter. Auch er hat ähnliche Bedeutung für seine Belegschaft und Werden wie die Familien Forstmann und Huffmann. 1912 wurde die Produktion eingestellt. Der Mitarbeiter Moritz Vincenz Petrak übernahm und machte sich selbstständig, zunächst mit einem Webstuhl. Mit Maschinen und Restbeständen seines vorherigen Arbeitgebers zog er in die Rittergasse um, ab 1925 erfuhr die Firma dort einen Aufschwung. Sein Sohn Moritz setzte seine Arbeit noch bis 1948 fort.

Auf dem Gelände zwischen Heyerstrang und Heckstraße, etwa gegenüber der Luciuskirche, baute Johann Engelbert Teschenmacher 1828 eine Spinnerei und erweiterte sie später zu einer Tuchfabrik, die fast 100 Jahre produzierte. Die Inflation nach dem 1. Weltkrieg besiegelte aber ihr Schicksal. 1930, nachdem der Betrieb schon einige Jahre ruhte, wurden die Gebäude abgebaut.

Einen ähnlichen Verlauf zum Ende hin nahm die Tuchfabrik Feulgen, später Jaeger. Johann Wilhelm Feulgen hatte sie 1830 an der Marktstraße, heute der vordere Teil der Heckstraße, gegründet. Nachdem die Söhne Joachim Wilhelm, Robert und Alexander übernommen hatten, wechselten sie den Standort 1868 zum Hardenbergufer, nahe dem heutigen Wehr des Baldeneysees. Alexander Feulgen sowie die beiden Söhne Otto und Robert des früh verstorbenen Joachim Wilhelm wurden neue Inhaber und produzierten mit rund 75 Beschäftigten. Der am 2. September 1884 in Werden geborene Robert Feulgen wurde als Professor Dr. med. ein bedeutender Forscher, Otto kümmerte sich um die Firma. Dessen Söhne hatten kein Interesse an der Tuchfabrik. Karl Jaeger, der deren ältere Schwester Elsa heiratete, wurde Geschäftsführer und gab der Fabrik seinen Namen. Anfang der 1920er Jahre musste auch dieser Betrieb wegen der Inflation aufgeben.

Die erwähnten Frauen und Männer leben schon lange nicht mehr. Grabsteine und Gräber auf dem Friedhof an der Dückerstraße oder Kirchhofsallee erinnern an einige von ihnen. Auch die meisten Häuser und Gebäude gibt es nicht mehr. Meierei und Wirtschaftsgebäude gingen an die Folkwang-Hochschule, seit 2010 Folkwang Universität der Künste, wurden später Mensa und neue Aula. Die Hauptfabrik ist heute der Platz Werdener Feintuchwerke. Auf dem Gelände der Ruhrfabrik stehen Badeanstalt und Erweiterungsgebäude des Werdener Gymnasiums. Die Königsbrücke erhielt schon 1932 und 1968 Nachfolger, immerhin gibt es die Denkmale von Kaiser Wilhelm I, Otto von Bismarck und Helmuth von Moltke noch an der Dückerstraße. Die Spinnerei an der Huffmannstraße wurde durch eine neue Siedlung ersetzt. Geblieben sind die Häuser am Tuchmachersteig.
In den Räumen der Firma Gebrüder Wiese entstand später eine Pyrophor-Fabrik, 1945 zum Ende des Krieges durch Artillerie zerstört. Die Tuchfabrik Feulgen/Jaeger wurde erst Polstermöbelfabrik, ist heute als Villa Werden begehrte gehobene Wohnadresse.

Meinhard führte die Gruppe zu allen wichtigen Punkten und lockerte seine Informationen mit Anekdoten über einige der handelnden Personen auf. Am Anfang und zum Ende der Tour gab es längere Wanderstrecken durch Wald. Zur Hälfte überraschten Elisabeth und Klaus mit einem Boxenstopp, den Karin und Meinhard mit vorbereitet hatten. Wasser, Saft, Bier und Schnaps standen auf den Bänken nahe der Luciuskirche ebenso wie Weißbrot, Käse, Wurst, Kuchen und Süßes. Anja und Gudrun rundeten mit Muffins sowie Bananenbrot das Angebot ab. Eine halbe Stunde später setzte sich die Wandergruppe wieder in Bewegung und traf um 14.45 Uhr im Clubhaus ein.

Soweit die historische Wanderung. Essen, Trinken und Singen sind Jahr für Jahr die weiteren Disziplinen. Zunächst hatten Clubgastronom Pietro Arcoria und sein Team ihren Auftritt. Die schon vor Beginn der Tour gewünschten individuellen Speisen waren vorbereitet, aber erst galt es, durstige Kehlen zu löschen und die Vorspeise zu genießen. Gut gesättigt und voller Zufriedenheit hätte man nun gerne die Füße hochgelegt. Allerdings stand da ja noch die Liedertafel an. Meinhard hatte Volkslieder passend zum Wanderthema ausgesucht und begleitete auf der Gitarre. Chormitglieder unter den Wandernden adelten den letzten Part. Pünktlich mit Abpfiff der Bundesligaspiele endete auch diese Veranstaltung. Zuvor hatte sich Meinhard noch bei Allen fürs Kommen, Bleiben und Mitmachen bedankt. Für ihn gab es von den Beteiligten leckeren Wein.

Hier die Wegstrecke mit den wichtigen Punkten:


Tennisclub Am Volkswald – Bremerstraße – rechts Waldweg zur Kleingartenanlage, bergab über Spillheide und Kotthaushang – kurz nach Einmündung des Büschenweges links in Wald Küppers Büschken – nach 50 Metern rechts auf Pfad in Kurven bergab bis Mintropstraße – rechts Steinbeck – links Kellerstraße – rechts Porthofstraße – links neben Mariengymnasium auf Weg durch Kellersbergwald – Treppe zum Platz Werdener Feintuchwerke (Forstmann und Huffmann, WFW, Porthof) – zwischen Mensa und neuer Aula durch Folkwang Universität der Künste (Forstmann, Huffmann und Dehmer, Häuser Forstmann, Zuchthaus) – links Klemensborn – rechts Rittergasse bis Kastellplatz (Fa. Gebr. Wiese, Fa. Petrak, Bedürfnisanstalt) – Treppe zum Leinpfad – Treidelplatz – Hardenbergufer/Leinpfad (Königsbrücke, Gymnasium, Ruhrfabrik, Wasserleitung, Häuser Huffmann) – Treppe zur Joseph-Breuer-Straße – rechts Hufergasse – links Grafenstraße (Weberhaus) – links Heckstraße – an evgl. Kirche rechts vorbei zur Dudenstraße – links zum alten Friedhof an der Dückerstraße (Reichsgründer, Grabsteine Johann Forstmann, +1836, und Matthias Wiese, +1838)

(Pause am Luciusdorf, Hinweis zu Firmen Teschenmacher, Feulgen/Jaeger und Bürgermeisterhaus)

Fußweg zum Rondell – Verbindung zur Bedastraße, dort links – rechts Verbindung zur Huffmannstraße – Tuchmachersteig bergan (Häuser für Beschäftigte FuH, WFW) – Verbindung zur Urbachstraße – links Robert-Feulgen-Straße, an Schild Nr. 36, 38,40 links bis Huffmannstraße – links, dann rechts in Heskämpchen bis Eingang zum Friedhof (Ehrengräber Forstmann, Huffmann) – über Huffmannstraße in und durch den Wald bis Zimmermannstraße – Auf'm Kahr – links Viehauser Berg – rechts Gülterberg – rechts Kruselbeek – rechts Wintgenstraße – links Lürsweg – rechts Kaarmannweg, links und sofort rechts Verbindungsweg zum Kimmeskampweg – rechts Fischlaker Straße – Bürgersteig an B 224 bis Clubhaus.


Meinhard Brummack, 23. Oktober 2023

Foto (privat): Wandergruppe des TC Am Volkswald vor dem Weberhaus von 1756