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16 Jahre "Der Club radelt"

Seit 2004 heißt es an Fronleichnam "Der Club radelt". Alle Routenvarianten im Tal der Ruhr sind abgefahren, daher gibt es seit zwei Jahren eine Neuerung. Mit PKW und Radträgern geht es zu einem nahegelegenen Startpunkt, um andere Landschaften zu erradeln.

Meinhard bot eine familienfreundliche und steigungsarme Tour an, knapp über 30 Kilometer. Ausgangspunkt war an der katholischen Kirche St. Theresia von Avila in Mülheim-Selbeck, rund 15 Kilometer vom Clubhaus entfernt. Guenther führte einen Hänger mit, auf dem einige Räder Platz hatten. Dafür an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank. Die Mehrzahl verfügte über eigene Radträger, ganz Sportliche starteten schon von zu Hause.
 

Nach der Begrüßung von Juliane und Ernst-Hermann, Margrit und Ludger, Monika und Jürgen, Margarete und Guenther, Gabriele und Wolfgang, Karin und Klaus, Jutta und Jürgen, Achim und Veronika, Karin und Artur, Angelika und Wilfried, Brigitte, Claudia, Gloria, Lourdes, Ulrike und Heinz wollte Meinhard pünktlich um 10.45 Uhr den Startschuss geben.

Doch oh Schreck, Ernst-Hermann hatte die Akkus vergessen. Der Ärger war schnell vorüber und den Vorschlag des Tourenleiters nahm er dankend an. Mit Juliane fuhr er zur Wohnung und von dort direkt zum Boxenstopp.
 



Dann ging's los. Sechs Normalos nahmen die Herausforderung von 19 Pedelecs an. Meinhard gab die Richtung vor. Über Karl-Forst-Straße und Wedauer Straße, zwischen Clubhaus und Anlage des Golfclubs Mülheim an der Ruhr e.V. hindurch, war schnell der Wald im Naturschutzgebiet Wambachtal und Oembergmoor erreicht. Auf dem Nachbarsweg folgte die Überquerung der A 3, kurz darauf scharf rechts die östliche Vorbeifahrt am Entenfang, entstanden vor 1933 durch Kiesabgrabungen.
 

Beim Kiosk "Waldschänke am Entenfang" die nächste Überraschung. Absperrband stoppte urplötzlich die Weiterfahrt, so schien es. Tatsächlich war nur die Fläche um einen Eichenbaum vorsorglich wegen eines Schädlings gesichert worden. Als der Entenfang hinter der Gruppe lag, gab's einen weiteren ungeplanten Halt. Bei Klaus versagte der Motorantrieb seine Unterstützung. Ursache war letztlich eine gebrochene Speiche, die eine Weiterfahrt nicht zuließ. Klaus und Karin kehrten nach Selbeck zurück, sagten ihr Kommen zum Abschlussessen natürlich zu.
 

Da waren's nur noch 23. Über die Waldwege Tannenstraße und Erlenbruch ging es vorbei am Duisburger Ortsteil Bissingheim und durch die Waldsiedlung Jakobsbrunnen, bis kurz nach Erreichen des Rottweges Mülheimer Stadtgebiet in Duisburger wechselte. Der Rottweg wurde bald Rehweg, der nahe der A 3 zwei Eisenbahnlinien unterquerte. Nach der zweiten Unterführung zeigt ein Radschild scharf nach rechts und leicht bergan. Auf diesem Streckenteil wurden nacheinander A 3, eine Stadtstraße und Eisenbahngleise überquert, bis zur Koloniestraße. Auf breiter Front setzte die Gruppe diszipliniert auf die andere Straßenseite, fuhr in die Kruppstraße und wechselte auch dort bald die Seite. Nicht weit war es, als nach links eine Teerstraße zwischen Barbarasee und Regattabahn führte. Auf dem Barbarasee fanden am gleichen Tag Kanupolospiele im Rahmen der Ruhr-Games 2019 statt. Meinhard hatte sich im Vorfeld schriftlich die Durchfahrt zusichern lassen. Die Fahrt entlang der Regattabahn verlief dann auch problemlos. Mitten durch den historischen Ortsteil Wedau war kurz darauf der Kalkweg mit den Großparkplätzen erreicht.
 

Dort hatten Petra und Elisabeth schon den Boxenstopp vorbereitet. Auf einem Tisch mit feinstem Tuch warteten Wurst, Käse, Gurken, Möhren, Obst, selbstgebackener Obstkuchen, Obstler, Wasser und Apfelschorle auf hungrige und durstige Mäuler. Doch wer war schon vor der Gruppe eingelaufen? Richtig, Juliane und Ernst-Hermann, der mit den vergessenen Akkus. Viel blieb von der Tafel nicht übrig. Meinhard erzählte noch etwas zur 6-Seen-Platte, die durch Auskiesungen entstanden war.
 

16 Kilometer waren geschafft, ebenso viele standen noch bevor. Der Boxenstopp lag zwischen Wambachsee und Masurensee. Vor dem Freibad führte der Weg rechts am Wolfssee bis zu einem Spielplatz auf leichter Anhöhe, danach links um die Anhöhe herum, zwischen Böllertsee und Wolfssee hindurch. Seither hieß es "immer links halten", um den Wildförstersee fast in Gänze zu umfahren. Ein tags zuvor durch Unwetter umgestürzter kleiner Baum lag im Weg, war aber zu passieren. Vor Erreichen der kleinen Brücke über den Wambach hielt sich die wieder auf 25 Personen gewachsene Radtruppe rechts und umfuhr auf den Waldwegen Zum verschwiegenen Zoll und Saarner Straße den Haubachsee. Kurz bevor die Saarner Straße zur Autostraße wird, verabschiedeten sich Juliane und Ernst-Hermann, die immerhin noch knapp 10 Kilometer auf dem Tacho hatten.

Als die ersten Häuser von Duisburg-Rahm in Sicht kamen, schwenkte die Gruppe nach links in die Fichtenstraße. Gegen Ende der Asphaltstraße führt links der autofreie Neuenbaumsweg bis kurz vor die Eisenbahnstrecke. Geradeaus ist ein Weiterkommen nicht möglich. Links führt die Fahrstraße Lintorfer Waldweg leicht bergan auf die Brücke über die Eisenbahn. Auf der Brücke versammelte sich die Radfahrmannschaft nochmals für die Reststrecke. Den Hinweisen zur Rehaklinik Maria in der Drucht folgten zwar Alle, um dann aber über die Straße Am Eschenbruch schnellstmöglich an ihr vorbeizufahren, so gut schien die körperliche Verfassung doch noch zu sein. Mit dem Stockweg war kurz darauf wieder Mülheimer Stadtgebiet erreicht. Zum vierten Mal stand die Querung der A 3 an. Als Golfplatz und Selbecker Kirche in Sicht kamen, entwickelten Einige eine leichte Temposteigerung. Letztlich erreichte die gesamte Radelschar kurz nach 14.00 Uhr froh gelaunt den Ausgangspunkt St. Theresia von Avila.
 

Da die jährliche Radtour seinerzeit als Gesamtpaket aus Radfahren, Boxenstopp und Essen im Clubhaus konzipiert wurde, endete die Veranstaltung auch 2019 in der Clubgastronomie, wo Pietro Arcoria und sein Team ab 15.00 Uhr übernahmen. Zunächst galt es, den Energieverlust mit kühlen Getränken wieder auszugleichen. Dann folgten Pizzabrötchen mit Kräuterbutter als Vorspeise und je nach Wahl Pizza, Tagliatelle al salmone, Dorade vom Grill mit Spaghetti aglio olio peperoncino, Schnitzel mit Pommes frites und Salat sowie Insalata Capricciosa.
 

Meinhard dankte allen Teilnehmenden, besonders aber Petra mit einem Gutschein der Clubgastronomie für den immer besser werdenden Boxenstopp. Karin würdigte die begleitende Hilfe von Elisabeth mit einer Schokoladenspezialität. Vereinsvorsitzender Heinz überreichte Meinhard erlesenen Wein für ruhige Stunden. In den anschließenden Gesprächsrunden wurden natürlich nochmals alle großen und kleinen Ereignisse der Radtour ausführlich kommentiert. Einig war man sich aber darin, das neue Konzept auch im nächsten Jahr fortzusetzen.
 

Einziger Kritikpunkt, dass 8 Personen zwar Radfahrt und Boxenstopp genossen, das Essen im Club aber versäumten.

Meinhard Brummack

Fotos: Ludger Schmücker


Veröffentlicht
16:10:58 28.06.2019